Vereinsgeschichte der Anglerfreunde Steinenstadt e.V.

Erstellt zum 30. jährigen Jubiläum
Erstellt von Markus Kollmann und Rüdiger Herterich

Seit über 30 Jahren gibt es nun die Anglerfreunde Steinenstadt. Grund genug, sich auf eine Zeitreise zu begeben, diese Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen.

Wie alles begann: Steinenstadt, den 12. März 1980:

Das erste Protokoll:

 

Aufgrund persönlicher Einladung sind heute Abend 20 Uhr im Gästehaus Hubertus in Steinenstadt folgend aufgeführte Herren erschienen, um über die Gründung des Vereins „Anglerfreunde Steinenstadt zu beraten und Beschluss zu fassen.

 

Diese „folgend aufgeführten Herren“ waren:

Karl Meyele, Herbert Furler, Reinhold Waiz, Alfred Simon, Günter Bühler, Detlef Ehmke, Valentin Dörr, Josef Lang und Gustav Günther.

Sie erklärten alle ihren Eintritt in den laut Protokoll neu gegründeten Verein. Die anschließenden Vorstandswahlen erbrachten bei jeweils einer Stimmenthaltung folgendes Ergebnis:

Erster Vorsitzender Karl Meyele

Zweiter Vorsitzender Herbert Furler

Rechner Alfred Simon

Schriftführer Reinhold Waiz

Laut einem Protokolleintrag vom 18. März 1982 ging die Initiative zu dieser Vereinsgründung von Valentin Dörr, Josef Lang und Alfred Simon aus.

 

Anzumerken wäre auch, dass alle Gründungsmitglieder ein sogenanntes „Startgeld“ von 10 DM für die Deckung der zukünftigen Vereinsunkosten an diesem Abend in bar zu entrichten hatten. Übrigens, damals konnte aktives Vereinsmitglied nur werden, wer seinen Hauptwohnsitz in Steinenstadt hatte. Zunächst wurde die zulässige Mitgliederzahl aktiver Angler auf dreißig begrenzt.

 

Die Aufnahmegebühr betrug für Erwachsene 100 DM, für Jugendliche von 12 bis 18 Jahren 50 DM, eine Jahresangelkarte kostete für beide gleichermaßen 50 DM. Tages- und Wochenangelkarten sollte man zukünftig auch an den beiden Campingplätzen erwerben können.

Schon am 16. April 1980 wurde dann die Anmeldung zum Vereinsregister beim Amtsgericht Müllheim vorgenommen. Diesem Antrag wurde mit Schreiben vom 19. Mai 1980 entsprochen.

Bereits in dieser Gründerphase wurde der Abschluss eines Pachtvertrages für das Fischwasser im Kieswerk Sattler erörtert. Erste Gewässerwarte wurden nun Valentin Dörr und Josef Lang.

1981

Nach rund einem Jahr war es dann so weit. Die Stadt Neuenburg erteilte am 26. März es dann so weit, es fiel der erste Startschuss. Mai 1981 die Genehmigung in „zunächst widerruflicher Weise“ für die fischereimäßige Nutzung des Baggersees. Ein Pachtvertrag konnte jedoch noch nicht abgeschlossen werden, da die Entscheidung des Regierungspräsidiums über einen Erweiterungsantrag der Firma Sattler noch ausstand.

Das sollte auch noch einige Zeit so bleiben.

Zu diesem Zeitpunkt gehörten bereits 25 Mitglieder dem Verein an.

Eine Mitgliederwerbung hielt man derzeit nicht für angebracht. Wir wollen keinen Haufen, sondern einen netten Verein mit vielen Idealisten“ schrieb Karl Meyele in einer Vorstandsinformation vom 14, November 1980 zu diesem Thema.

Im Herbst 1981 schrieb Karl Meyele dann „eine Handvoll Idealisten hat in stiller Arbeit ein, wenn auch noch kleines Fischwasser geschaffen.

Es ist der Sattlersee in Steinenstadt.

Nun war auch der Zeitpunkt für das erste Vereinsfischen gekommen. Zu dem schon vorhandenen Fischbesatz wurden noch einige hundert Forellen zusätzlich eingesetzt. Am Sonntag, dem 11. Oktober 1981 war es dann so weit, es fiel der erste Startschuss.

Dieses „Eröffnungsangeln“ wurde in zwei Durchgängen ausgetragen. Trotz des schlechten Wetters waren alle teilnehmenden „Petrijünger“ mit großer Begeisterung dabei.

Erster „Fischerkönig“ wurde mit 14 gefangenen Forellen Klaus Günther, zweiter sein Bruder Gustav Günther.

Von den insgesamt circa 300 eingesetzten Forellen wurden 86 an diesem ersten Angeltag gefangen. Bereits am nächsten Sonntag durfte dann erstmals dem Hecht nachgestellt werden.

Noch immer war man gegenüber der Aufnahme auswärtiger Mitglieder negativ eingestellt. Gründe dafür waren der noch geringe Fischbesatz sowie die satzungsmäßig begrenzte Mitgliederzahl.

 Tageskarten sollten jedoch von jedermann erworben werden können.

1982 war die Mitgliederzahl auf 30 Erwachsene und 10 Jugendliche angestiegen. Der bisherige Vorstand wurde auf der Jahreshauptversammlung einstimmig bestätigt, neu hinzu kam jetzt Thomas Lämmle als Jugendwart.

Bereits damals sah der Verein als eine seiner wichtigsten Aufgaben die Sauberhaltung des Gewässers und der Uferzone an.

 

1982

Ein Anglerstammtisch ins Leben gerufen, der abwechselnd in den damals noch vorhandenen drei Gaststätten tagte.

Am 3. Oktober dieses Jahres wurde das erste Karpfenfischen ausgetragen. Sieger dieses Fischens wurde Markus Kollmann mit einem 2500g schweren Exemplar. Erstmals wurde bei dieser Veranstaltung auch gewirtet, vom erwirtschafteten Erlös konnten 400 Zandersetzlinge beschafft werden.

 

 

1983

Die Mitgliederzahl für Erwachsene einstimmig auf 40 erhöht.

Die abgelegte Fischereiprüfung war für das weitere Fortbestehen der Mitgliedschaft nun Pflicht. Bei der Jahreshauptversammlung gab es keine Änderung bei der Vorstandschaft.

Doch bereits bei dieser Veranstaltung gab es Klagen über die Müllanhäufung bei der immer mehr zunehmenden Baderei im See.

 

Am 12. Mai, dem Vatertag, wurde nun auch offiziell das Königsfischen durchgeführt. Fischerkönig und Gewinner des Pokales wurde Alfred Schlecht.

Ein Freundschaftsfischen mit dem benachbarten Angelsportverein Neuenburg wurde zusätzlich am 2. Oktober ausgetragen.

Auswärtigen Mitgliedern stand man auch jetzt immer noch ablehnend gegenüber, dies traf auch für die Dauercamper des benachbarten FKK Geländes zu.

 

 

1984

Zur Jahreshauptversammlung 1984 betrug der aktive Mitgliederstand 37 Erwachsene und 20 Jugendliche.

Wieder gab es Klagen hinsichtlich der Verschmutzung der Uferzone durch Badegäste, was letztendlich zu 1 bis 2 Säuberungsaktionen durch die Vereinsmitglieder führte.

Jetzt sah man als Aufgabe des Vereins auch die Schaffung und Achtung von Schonzonen für Tiere, die Schutz und Nahrung in der unmittelbaren Nähe des Weihers finden, an. 

 

Durch eine Satzungsergänzung konnten nun auch Passivmitglieder in den Verein aufgenommen werden.

Einen Wechsel gab es in der Vorstandschaft, Gerhard Basler übernahm das Amt des Jugendwarts.

Außer dem Königsfischen wurde 1984 auch ein Anglerhock mit dem Frauenverein und ein „Jedermannfischen“ durchgeführt.

 

 

1985

Die Gebühren für die Angelkarte wurden auf 70 DM angehoben, die Aufnahmegebühr betrug jetzt für Erwachsene 150 DM und für Jugendliche 75 DM. Begründungen dafür waren der Verbandsbeitritt mit dem Abschluss einer Haftpflichtversicherung und die Mehraufwendungen für den Besatz im See. Auch strebte man jetzt verstärkt die Werbung von Passivmitgliedern

 

Das Jedermannfischen wurde wieder durchgeführt, ebenso wurde für die Dauer der Sommerzeit ein zusätzlicher Angeltag beschlossen. Neu war zudem die Aufnahme von auswärtigen Mitgliedern, der Mitgliederstand war nun bei 46 Aktivmitgliedern und 15 Jugendlichen angekommen.

 

Am 1. Oktober wurde dann auch der Zander für den Fang freigegeben. Angeltage waren nun wieder Samstag

und Sonntag, die Fangzahl pro Angeltag betrug 3 Fische.

 

 

1986

Das Jahr begann für die Mitglieder der Anglerfreunde Steinenstadt mit keiner guten Nachricht.

Im Januar 1986 wurde das beantragte Wasserrechtsverfahren über die fischereirechtliche Nutzung des Baggersees vom Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald abgelehnt.

Ein Eröffnungsangeln gab es 1986 nicht, dafür wieder ein Jedermannangeln.

 

Während des Sommers war der Mittwoch wieder zusätzlicher Angeltag.

Pro Angeltag waren zwei Edelfische für den Fang frei, allerdings nur ein Zander pro Woche.

Anderungen gab es wieder im Vorstand, Rechner Alfred Simon und der zweite Gewässerwart Josef Lang, sowie der Jugendwart Gerhard Basler schieden aus ihren Ämtern aus. Neu gewählt wurden Gerhard Basler als Rechner, Josef Klaas als Gewässerwart und Klaus Günther als Jugendwart. Der Verein hatte nun bereits 51 aktive und 11 jugendliche Mitglieder.

In diesem Jahr wurde auch mit der Stadt Neuenburg ein Pachtvertrag über die fischereirechtliche Nutzung des Hohlebachs abgeschlossen.

 

 

1987

Großes Diskussionsthema war im Jahr 1987 die Rheinverschmutzung aufgrund des Chemieunfalls bei Sandoz in Basel.

 

Auch die daraus entstehenden Konsequenzen, Frankreich sprach gar bis zum kommenden Sommer ein totales Angelverbot aus wurden dabei angesprochen. Künftig sind nun alle gesetzlichen Feiertage auch zusätzliche Angeltage. Erstmals wurde in diesem Jahreine Frau als aktive Anglerin aufgenommen.

Es gab nun schon 70 aktive und neun jugendliche Mitglieder, deshalb wurde im Herbst ein vorläufiger Aufnahmestopp beschlossen.

 

 

1988

Kritische Töne gab es unter den Vereinsmitgliedern 1988 zum Thema „Jedermannfischen“ man wollte überwiegend nur noch echte Angler am Fischwasser haben. Folgerichtig wurden in diesem Jahr zu dieser Veranstaltung nur die Mitglieder der umliegenden Angelvereine und „wirkliche“ Angler eingeladen.

Da der Landesfischereiverband Schriftstücke zur Verfügung stellte, aus denen ersichtlich war, dass gegen Angelsportvereine die Wettfischen durchführten, Anzeige wegen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet wurde, beschloss man zukünftig kein önigsfischen mehr durchzuführen, sondern ersatzweise einen Anglerhock, in dessen Rahmen ein Vereinsfischen zur Austragung kommt.

Erstmals wurden auf diesem Hock gegrillte Forellen zum Verzehr angeboten, was bei den Anglern und Gästen großen Anklang fand.

 

In diesem Jahr wurde dann auch als Hegemaßnahme auf Anregung von Gewässerwart Josef Klaas eine Laichzone, insbesondere für Friedfische, geschaffen.

 

 

1989

Eine weitere Beitragsanhebung musste im Jahr 1989 erfolgen, und zwar lediglich für Erwachsene mit einem Betrag von 100 DM. Die Jugendlichen ließ man hier außen vor. Wieder gab es einen Wechsel im Vorstand, für den ausscheidenden Rechner Gerhard Basler übernahm nun Siegfried Bick dieses Amt.

Da 1990 das zehnjährige Vereinsjubiläum anstand, wurde nun ein Ausschuss gegründet, der dieses Ereignis gemeinsam mit der Vorstandschaft vorbereiten sollte. Ihm gehörten folgende Anglerkameraden an: Hans Dellers, Ludwig Elsässer, Walter Hütter, Thomas Rank und Peter Schuy. Diese fünf Angler firmierten jetzt und zukünftig in einem erweiterten Vorstand als Beisitzer.

 

 

1990

Seit Längerem strebte man eine Anpachtung einer Restrheinstrecke an. Nun war es endlich so weit. Als Pächter trat dabei Gewässerwart Valentin Dörr auf, als Unterverpächter die Angelvereine Steinenstadt und Weil am Rhein. Eine angenehme  Überraschung, gerade rechtzeitig zum Jubiläumsjahr 1990.

 

Jugendwart Klaus Günther musste aus beruflichen Gründen aus dem Vorstand ausscheiden, für ihn rückte Andreas Escher als Jugendwart nach. Nach zehn Jahren Anglerfreunde Steinenstadt war nun zur Generalversammlung mit 97 aktiven Anglern die Schallmauer von 100 Aktiven nahezu erreicht, Jugendmitglieder waren wieder zehn zu verzeichnen.

 

 

1991

1991 war es dann so weit, Mit 104 aktiven Mitgliedern wurde erstmals die Hundertergrenze überschritten. Der Verein hatte sich im ersten Jahrzehnt seines Bestehens stabilisiert, noch immer waren viele Männer der ersten Stunde in wichtigen Ämtern aktiv tätig. An Veranstaltungen wurden im April ein Anfischen und Ende September das Königsfischen durchgeführt. Erstmals ist auch im Protokoll ein Fischverlust durch Kormorane erwähnt.

 

 

1992

Mitgliederbestand zum 1. April: 113 aktive Mitglieder, darunter 7 Jugendliche. Im Vorstand trat Reinhold Waiz, der seit der Gründung das Amt des Schriftführers innehatte, von seinem Amt zurück. Sein Nachfolger wurde Hermann Graser.

Erneut gab es Klagen über die durch Kormorane angerichteten Schäden. Veranstaltungen waren das nun schon traditionelle Anfischen sowie ein Familiengrillabend Ende August Ende September fand das bisherige Königsfischen unter dem Namen Herbstfischen statt.

Die Zahl der zu angelnden Fische wurde auf 8 Stück pro Angler begrenzt. Hierzu ein Protokollvermerk: „Dank des schönen Wetters war die Veranstaltung nicht nur in sportlicher Hinsicht, sondern auch hinsichtlich des Reinerlöses ein voller Erfolg.“

Zu einer „Seeputzete“ kam es im Oktober. Die Kormoranplage spielte keine so große Rolle wie in den zurückliegenden beiden Jahren.

Zwei Personen, die später eine wesentliche Rolle spielten, traten in den Verein ein, Clemens Preg und Reiner Eyhorn.

 

 

1993

Anfischen und Königsfischen standen auch 1993 wieder auf der „Tagesordnung. Wie schon in den Jahren vorher waren beide Veranstaltungen gut besucht, sie hatten sich quasi zu Dorfhocks weiter entwickelt. Das konnte man für die „Seeputzete“ nicht behaupten, hier gab es Klagen über eine mangelnde Beteiligung,

Originalzitat aus dem Protokoll:

„Einige Mitglieder erlaubten sich sogar, statt der Mithilfe beim Putzen, am See zu angeln.“

Die Kormoranschäden nahmen wieder zu, Josef Lang übernahm deren Vertreibung. Neue Mitglieder wurden nicht aufgenommen, die

Bewerber wurden auf eine Warteliste gesetzt.

 

 

1994

Nun waren die Veranstaltungen am See schon zur Tradition geworden, routinemäßig konnten sie mit den engagierten Helfern abgewickelt werden. Deren guter Besuch auch durch Nichtangler ermöglichte dem Vorstand den Fischbesatz kontinuierlich auszubauen.

Ein Zitat dazu aus dem Protokoll des Schriftführers: Wie beliebt unser Fest bei der Bevölkerung ist, zeigte die große Zahl der Besucherinnen und Besucher aus nah und fern. Zeitweise gab es Engpässe bei der Versorgung der Gäste, zum Schluss war alles ausverkauft.

Diskussionen gab es aber auch zum Thema .Fischwildern“, dem Fischen vereinsfremder Personen am See. Ebenso Gesprächsbedarf kam es bei der Erschwernis des Fischens durch die übermäßige Nutzung als Badesee. Ein Thema, das sich in den nächsten Jahren zum „Dauerbrenner“ entwickeln sollte.

 

 

1995

Die Halbzeit in der dreißigjährigen Vereinsgeschichte war nun erreicht. Deshalb wollte man zu den üblichen Aktivitäten noch das fünfzehnjährige Bestehen gesondert feiern. Es gab hierbei verschiedenartige die Diskussion darüber brachte kein Vorschläge, Ergebnis.

Bedenklich war für den Gewässerwart Valentin Dörr die stetige Zunahme der Algen sowie der hohe Nitratgehalt des Sees.

Mit dem Forstamt wurden Verhandlungen hinsichtlich einiger Parkplätze am Rhein geführt, diese brachten jedoch kein Ergebnis.

 

 

1996

Wieder gab es starke Klagen über „Wegwerf-Gäste “ die zum Baden den See nutzten. Bei den anstehenden Vorstandswahlen löste nun Mingo Matt den seit den Gründungstagen amtierenden zweiten Vorsitzenden Herbert Furler ab. Bei den Beisitzern übernahm dafür Herbert Furler den Sitz von Thomas Rank. Hinsichtlich des Befahrens und dem Parken auf Waldwegen konnte mit dem Forstamt eine Einigung erzielt werden, es konnte zukünftig der Vorlandweg von den Anglern benutzt werden, allerdings nur zum Fischen am Rhein. Die Umsetzung scheiterte trotzdem zunächst am Veto des Jagdpächters.

Die Kosten des Fischbesatzes wurden mit 13680 DM angegeben und überschritten damit die Einnahmen durch die Jahresbeiträge.

 

 

1997

Jetzt wurde beschlossen, die Zahl der aktiven Mitglieder auf 120 zu erhöhen. Eine Abordnung des Vereins nahm an der großen Antikormorandemonstration in Straßburg teil.

 

Karl Meyele stellte hierzu klar: Angler sind keine Vogelmörder, sondern Naturschützer, die für ein natürliches Gleichgewicht in der Natur eintreten.“

Zum leidigen Thema „Befahren des Vorlandweges“ zeichnete sich eine Einigung mit dem Forstamt und dem Jagdpächter ab. Frühjahrs- und Königsfischen wurden wieder mit Erfolg durchgeführt.

 

 

1998

Schon 1998 musste wieder ein Aufnahmestopp beschlossen werden, davon ausgenommen wurden in Steinenstadt wohnende Antragsteller.

Eine Ära ging zu Ende

Die anstehenden Vorstandswahlen brachten allerdings eine tiefgreifende Änderung für den Verein.

Nach achtzehnjähriger Regentschaft“ legte der verdiente erste Vorsitzende Karl Meyele nun sein Amt in jüngere Hände.

Für seine großen Verdienste wurde er zum ersten Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

Doch nicht nur er schied aus dem Vorstand aus. Die fälligen Neuwahlen brachten folgendes Ergebnis:

Erster Vorsitzender: Mingo Matt

Zweiter Vorsitzender: Dieter Zimber

Rechner: Siegfried Bick

Schriftführer: Reiner Eyhorn

Bei den Beisitzern übernahm der ausgeschiedene Schriftführer Hermann Graser die Funktion des Beisitzers von Walter Hütter. Thomas Rank wurde zweiter Gewässerwart.

Diskussionsbedarf gab es jetzt bei der Gestaltung des Festplatzes, auch bei den rückläufigen Einnahmen der Festveranstaltungen. Ein Grund dafür waren die hohen Fixkosten für Kühlwagen, Brauereigarnituren usw. Hier wurde der Vorstand tätig.

Es wurde nun auch vorgesehen, ein Zelt auf dem Festplatz aufzubauen. In diesem Jahr konnte auch die Hohlebachpacht um zehn Jahre verlängert werden.

Kritik gab es beim Thema „Abbau nach dem Frühjahrsfischen“. Hier appellierte der Vorstand hinsichtlich der kommenden Veranstaltungen an die Fairness der Mitglieder.

Gesprächsbedarf gab es auch zum Baggersee. Man rechnete hoch, dass in den kommenden zehn Jahren der See von 3 ha auf circa 12 ha erweitert würde. Eine Rekultivierung der Ufer soll vorgenommen werden.

Die Nutzung des Sees an sich sieht vor:

Ein Teil des Sees wird Biotop ohne Angel- und Badebetrieb

Ein Teil wird bedingt beruhigt

Ein Teil wird Angel- und Badesee.

 

Beim Anglerhock im Herbst wurde erstmals ein Festzelt aufgestellt. Es wurde aber vereinbart, zukünftig für die Bewirtung eine feste  Laube zu bauen. Dieser Plan wurde jedoch nie verwirklicht, es wurde zunächst weiterhin in geliehenen Zelten bewirtet.

 

 

1999

Auch in diesem Jahr gab es wieder einen Wechsel in der Vorstandschaft, Clemens Preg wurde neuer Rechner. Als Beisitzer wurden Siegfried Bick, Wolfgang Sigwart, Hans Winkler, Hans Dellers, Hermann Graser und Peter Schuy gewählt. Für seine großen Verdienste um den Verein wurde Herbert Furler zweites Ehrenmitglied der Anglerfreunde.

Wieder gab es Klagen über Fischwilderei. Bemängelt wurde von Behördenseite die Ausgabe von zu viel Angelkarten für den Rhein.

Erstmals lud 1999 Hans Winkler die Mitglieder zu einem Jahresausflug an die italienische Adria ein.

Immer noch ab es Klagen über zu hohe Fixkosten bei den Festveranstaltungen.

 

 

2000

Die Angelerlaubniskarten für den Rhein und für den Baggersee wurden nun getrennt. Hermann Graser und Peter Schuy schieden als Beisitzer aus, wurden aber nicht mehr ersetzt, die Zahl der Beisitzer wurde auf vier verringert. Zum zwanzigjährigen Jubiläum wurde ein Fest für die Mitglieder und Helfer geplant. Diese sehr gut besuchte Veranstaltung fand dann einen Tag vor dem Herbstfischen statt. Hierzu wurde ein zweites Zelt aufgestellt, welches die Jugendfeuerwehr zur Verfügung stellte. Bedingt durch die Jubiläumsveranstaltung kam es 2000 zu einem kräftigen Minus für die Vereinskasse.


2001

Getrauert wurde um das verstorbene Vorstandsmitglied Hans Dellers.

Positiv wurde das finanzielle Ergebnis des Frühjahrsfischens aufgenommen, gab es doch bei einem geringeren Umsatz einen höheren Ertrag, die getroffenen Maßnahmen erwiesen sich also als griffig.

Gerade im Gegensatz dazu stand das Herbstfischen, kam es hier doch zu einem Minus, wobei der Rechner auf Einsparungsmöglichkeiten bei den Fleischkosten und bei den Räucherforellen hinwies. Differenzen gab es noch mit dem Angelverein Weil um die Verpachtung der Rheinlose.


2002

Die Anglerfreunde Steinenstadt sind nun Alleinpächter des Rheinloses 29 (Gemarkung Steinenstadt). Doch ist für das Fischen am Rhein die Führung einer Fangstatistik erforderlich.

Dieter Zimber kandidierte nicht mehr als stellvertretender Vorsitzender, sein Nachfolger wurde Hans Winkler. Die Zahl der Beisitzer erhöhte sich wieder auf fünf. Neu hinzu kamen Thomas Marx, Bernhard Elsässer und Ludwig Furler.

Die Feste verliefen vom Ergebnis her positiv, bemängelt wurde jedoch wiederum das Engagement beim Abbau. In der Diskussion war jetzt die Anschaffung eines eigenen Zeltes. Großes Lob gab es für den von Mingo Matt und Hans Winkler gebauten Grill.

Fischereimäßig wurde der Sonnenbarsch zu einer Plage, es fand deswegen ein gemeinsames Sonnenbarschangeln aller verfügbaren Angler statt.

Probleme machte dem Vorstand der von der Stadt vorgelegte Pachtvertragsentwurf für den Baggersee, sah dieser doch die Ausgabe von nur 18 Jahreskarten vor. Eine Austrittswelle wurde deshalb befürchtet. Mingo Matt und Hans Winkler wurden zu weiteren Verhandlungen mit der Stadt ermächtigt. Es gab deswegen auch einen vorläufigen Aufnahmestopp.

Menschlicherseits fand auf Vorstandsebene ein gutes Miteinander statt, ist doch in einem Protokoll zu lesen: „Über das inoffizielle Ende der Sitzung können keine Angaben gemacht werden, da sich dieses der Kenntnis des Protokollanten infolge seiner nicht mehr bestehenden Anwesenheit entzieht.“


2003

Ab jetzt musste von jedem Aktivmitglied sowohl für den als auch Baggersee eine Fischfangmeldung geführt werden.  Diskussionsbedarf bestand bei der zukünftigen Ausrichtung der Festveranstaltungen: Primär für die Gäste oder primär für die Aktivangler? Frustration gab es bei einigen Mitgliedern hinsichtlich des nicht mehr stattfindenden Forellenbesatzes. Mingo Matt wurde allerdings nach weiteren Terminen mit dem Verbandsbiologen zur Unterzeichnung des Pachtvertrages bevollmächtigt.

Aufgrund der lang anhaltenden Sommerhitze (Jahrhundertsommer 2003) trocknete der Hohlebach vollständig aus, was ein verheerendes Fischsterben zur Folge hatte, die Forderung nach einem Alarmplan wurde unter den Mitgliedern laut.

Das Herbstfischen litt unter dem schlechten Wetter, trotzdem wurde ein Gewinn erwirtschaftet.


2004

Thomas Marx schied auf eigenen Wunsch als Beisitzer aus dem Vorstand aus, sein Sitz wurde vorläufig nicht besetzt.

Wieder gab es beim Abbau nach dem Frühjahrshock zu wenige Helfer. Von der Firma Sattler konnte günstig ein Kühlwagen

mit einem noch funktionsfähigen Kühlaggregat erworben werden. Somit kann dieser nach einer Instandsetzung auch als Kühlwagen genutzt werden.

Heiß diskutiert wurde die Problematik „Schwarzfischerei“, hat diese doch trotz der aufgestellten

Schilder zugenommen.  Hinsichtlich der Kormoranproblematik ging Gewässerwart Valentin Dörr zwischenzeitlich dazu über, diese mit Schreckschüssen zu verjagen. 

Da das Herbstfischen mit einem finanziellen Verlust endete, wurde beschlossen, dass zukünftig nur noch eine Festveranstaltung durchgeführt und zwar zweitägig im Frühjahr.


2005

Wiederum gab es einen Führungswechsel, für den auf eigenen Wunsch nicht mehr kandidierenden Mingo Matt wurde Günter Siegwald zum ersten Vorsitzenden gewählt. Beschlossen wurde die Anschaffung eines zweiten Zeltes und eines zweiten Heizofens, um von den Witterungseinflüssen unabhängiger zu werden. Die Anglerfreunde bestanden nun fünfundzwanzig Jahre, es wurde deswegen beschlossen, im Herbst einen Jubiläumshock durchzuführen, jedoch war die Teilnahme daran etwas enttäuschend.

Was den Fischbesatz anging, zeigte sich nun eine neue Bedrohung, der Katzenwels, der ebenfalls wie der Sonnenbarsch sich als Laich- und Kleinfischräuber zeigt. Es gab nun allerdings ab und zu kritische Untertöne. Als Beispiel sei ein Zitat aus einem Vorstandsprotokoll dieses Jahres angeführt: Dabei wurde wiederholt eindrucksvoll bestätigt, dass die Esskultur des Gremiums wesentlich besser entwickelt ist, als die Diskussionskultur.“


2006

Hans Winkler kandidierte aufgrund seiner vielseitigen Beanspruchung nicht mehr als zweiter Vorsitzender, dafür stellte sich Mingo Matt wieder zur Verfügung. Hans Winkler blieb dem Vorstandsgremium jedoch als Beisitzer erhalten. Am 5. März sollten sich die Aktivmitglieder zum Saisonauftakt mit gemütlichem Umtrunk treffen. Leider kam es nicht dazu, das Markgräflerland versank im „Jahrhundertschnee“ . Statt den Fischen nachzustellen, vergnügten sich die meisten Petrijünger zu Hause mit Schneeschippen.

Dass Angler eingefleischte Fußballfans sind, zeigte sich eindrucksvoll an der Teilnahme am Raubfischangeln. Hatte doch der einzige Teilnehmer an diesem WM-Sonntag den ganzen Baggersee für sich alleine.

Um die Schwarzfischerei in Grenzen zu halten, wurde nun ein regelmäßiger Kontrollplan eingerichtet.


2007

Der Verein nahm an der Aktion der Stadt „Neuenburg blüht auf“ aktiv teil, indem der Uferbesatz des Hohlebachs gepflegt wurde. Für den Hohlebach selbst sind nun die Anglertreunde der alleinige Pachter.

Am See selbst wurden die Angelmoglichkeiten aufgrund des Kiesabbaus eingeschrankt, mit einer weiteren Einschränkung musste gerechnet werden. Infolge der Biotopgestaltung wurde das Westufer dazu ausgebaut.


2008

Das Vereinsjahr 2008 stand leider im Zeichen der KOl-Herpesvirusinfektion der Karpfen. So musste der See leider für ein paar Wochen gesperrt werden, was zu Turbulenzen im Verein und dem Rücktritt einiger Vorstandsmitglieder führte. Die Funktion des Schriftführers wurde schon auf der Generalversammlung von Reiner Eyhorn an Frank Müller weitergereicht.

Problematisch entwickelte sich weiterhin der Komplex „Schwarzfischerei“ zumal bei den ertappten Fischwilderern das Verfahren von der Staatsanwaltschaft eingestellt wurde.

Frühjahrshock und Helferfest wurden erfolgreich durchgeführt, ebenso die obligatorische Seeputzete.


2009

Dieses Jahr war ein Jahr des Umbruchs, was sich bei der Generalversammlung zeigte. Waren schon während des abgelaufenen Jahres 2008 der stellvertretende Vorsitzende Mingo Matt und Jugendwart Bruno Walz von ihren Ämtern zurückgetreten, so waren es nun Günter Siegwald, Frank Müller, Clemens Preg, Hans Winkler, Bernhard Elsässer, Ludwig Furler und Wolfgang Sigwart die ihre Amter niederlegten. An Bord blieb aber ein Fahrensmann der ersten Stunde, Gewässerwart Valentin Dörr.

Eine neue Mannschaft übernahm nun das Ruder:

Erster Vorsitzender Dr. Christof Klemt,

Zweiter Vorsitzender Markus Kollmann,

Schriftführer Adalbert Seeler,

Rechner Christian Konrad

Jugendwart Gerrit Danksin,

Gewasserwart Valentin Dorr

BeIsitzer:

Bruno Walz

Edwin Rungenhagen

Stefan Kaschel

Mario Klein


Dann hiels es gleich für den Vorstand die Arbelt auzunehmen, stand doch der Anglerhock vor der Tür. Bei diesem stimmte diesmal alles: Das Wetter, der Besuch, der Umsatz, der Erlös. Erstmalig fand auch ein gut angenommener Angelflohmarkt auf dem Programm. zudem wurde das alleinige Fischereirecht der Anglertreunde am See durch neue Schilder verdeutlicht.

Auch sind die Anglerfreunde nun mit einer Homepage im Internet vertreten. Bei der Pflege des Fischgewässers gab es diverse Einsatze zur Bachpflege und Seerosenbepflanzung, auch die Seeputzete wurde wieder durchgeführt. In Sachen KoI-Herpes gab es erfreulicherweise Fortschritte, kein Karpfen verendete 2009 an dieser Krankhelt.


2010

Bei notwendigen Erganzungswahlen gab es folgende Ergebnisse. Für den aus Altersgründen ausgeschiedenen Gewässerwart Valentin Dorr wurde als erster Gewässerwart Rüdiger Bierle and als sein Stellvertreter Edwin Rungenhagen gewählt, Beisitzer sind nun Siegfried Bick, Stefan Kaschel, Bruno Walz, Alexander Wick und Gerhard Greiner.

Wegen der geringen Beteiligung der Aktivangler wurde beschlossen ab 2010 Arbeitsstundeneinsatze durchzuführen, das bedeutet, dass jedes Aktivmitglied pro Jahr 5 Arbeitsstunden leisten muss.